WordPress schneller machen

Inhaltsverzeichnis

Du bist mit der Ladezeit deiner WordPress Webseite unzufrieden?
Wir zeigen dir, wie du WordPress Beine machen, und so die Ladezeiten und dein Google-Ranking verbessern kannst.

Ladezeit messen

Als Ausgangspunkt für deine Optimierung macht es Sinn, zunächst einen Ausgangswert zu haben. Mit Pingdom kannst Du die Ladezeit deiner Seite prüfen. Der Speed-Score ist dabei nachrangig. Uns interessiert die reine Ladegeschwindigkeit. Achte bei der Auswahl des Servers darauf, dass dieser geografisch möglichst nah an deinem Hoster liegt. Für Seiten in Deutschland ist das meistens der Testserver in Frankfurt.  Werte über zwei Sekunden solltest Du optimieren, alles darunter ist generell ok. Eine kürzere Ladezeit ist aber natürlich immer wünschenswert. Sie erhöht z.B. die Conversion-Rate in Onlineshops massiv.

Ohne guten Hoster geht es nicht

Eine schnelle Seite ist nicht nur für ein gutes Google-Ranking wichtig, sondern auch für ein überzeugendes Benutzererlebnis essenziell. Wenn deine Webseite fünf Sekunden braucht um erste Inhalte zu zeigen, springt ein Großteil der Besucher direkt wieder ab. Hier auf ein Hosting für 5€ zu setzen, ist also die denkbar schlechteste Methode, um ein paar Euro zu sparen. Das Hosting ist das Fundament deiner Webseite. Also: um gute Ladezeiten für dein WordPress zu erreichen, bitte keinesfalls knausern.

Wichtige Features, die dein Hosting unterstützen sollte:

  • Aktuelles PHP (7.3 / 7.4)
  • HTTP2
  • 256 oder 512 MB PHP Memory Limit
  • SSL Zertifikat über Let’s Encrypt gratis wünschenswert
 

Verringere die Anzahl externer Requests

Deine Webseite besteht aus vielen einzelnen Dateien, die zum Großteil auf dem Server deines Hosters liegen. Bindest Du aber viele externe Dienste ein, ist die Ladezeit auch von der Geschwindigkeit der „Drittanbieter“ abhängig. Du nutzt z.B. Maps Karten im Footer, und bei Google gibt es gerade Probleme? Das kann deine Seite beeinträchtigen.

Auch viele WordPress Plugins laden oft Dateien nach. Pingdom hilft Dir auch hier Plugins und Dienste zu identifizieren, auf die Du vielleicht verzichten kannst.

Oft sehen wir in unserer Erstanalyse zahlreiche Analytics-Tools, die zudem noch unnötig über ein WordPress Plugin, und nicht einfach im Quellcode eingebunden sind. Abgesehen von der rechtlichen Problematik, die sich hier durch die DSGVO und e-Privacy Richtlinien ergibt, ist das Gift für eine gute Performance. Wir empfehlen als schlanke Alternativen eine Besucheranalyse entweder mit Statify (gratis) Matomo oder unserem Favoriten Fathom Analytics.

Spezielle Schriftarten, etwa Google Fonts oder Adobe Typekit kannst Du fast ausnahmslos lokal einbinden. Das ist nicht nur positiv für den Datenschutz, sondern auch, um dein WordPress erheblich schneller zu machen. Nicht selten sehen wir über 10 einzelne Server-Anfragen zu verschiedenen Anbietern, nur um simple Schriftarten nachzuladen. Das muss nicht sein.

Nutze Caching und entlaste deinen Server

Normalerweise wird eine Webseite beim Aufruf durch den Nutzer vom Server komplett neu erstellt und ausgeliefert. Das kostet wertvolle Sekunden. Mittels Caching wird eine fertige Seite aus dem Zwischenspeicher ausgeliefert. Das ist erheblich schneller und einer der wichtigsten Faktoren für eine gute WordPress-Performance.

WordPress muss so nicht bei jedem neuen Aufruf eines Nutzers die auf PHP basierenden Neuberechnungen vornehmen. Neben der deutlich schnelleren Ladezeit schont das auch die Serverressourcen und ermöglicht dir, auch mit einem vergleichsweise kleinen Hosting-Paket eine größere Menge an gleichzeitigen Nutzern bewältigen zu können.

Wir nutzen für unsere Kunden größtenteils das Caching Plugin WP Rocket, mit dem wir in der Vergangenheit hervorragende Ergebnisse erzielt haben. Es arbeitet sowohl mit Apache- als auch NGINX-Servern problemlos zusammen und bietet neben dem reinen Caching noch weitere Möglichkeiten, die Performance deiner WordPress Seite weiter zu erhöhen.

Bilder optimieren

Die Bildgröße deiner Webseite ist ein sehr wichtiger Geschwindigkeitsfaktor, den Du keinesfalls außer Acht lassen darfst. Oft machen die Bilder über 70% der Datenmenge aus. Wer hier mit unnötig großen Bildern arbeitet, kommt auf keinen grünen Zweig. Häufige Fehler, die wir auf unoptimierten Seiten sehen, sind:

  • falsche Bildformate
  • falsche Bildabmessungen
  • unnötig hohe Bildqualität
 

Nutze wo immer möglich das WebP Format von Google. Im Gegensatz zu PNG oder JPG-Dateien ist es noch effizienter und verringert die Bildqualität nicht.

Achte außerdem darauf, die Bilder schon beim Export (beispielsweise aus Photoshop oder Lightroom) in einer Größe zu exportieren, die Du auch wirklich nutzt. Es macht keinen Sinn, ein Bild mit einer Auflösung von 6000×4000 hochzuladen. Das sieht zwar schick aus, erhöht aber die Ladezeit ungemein. Und der Webseiten-Besucher bekommt davon nichts mit, denn WordPress skaliert das Bild automatisch herunter, bei gleichbleibender Bildgröße. Du gewinnst also keine Qualität hinzu, sondern erhöhst nur die Datenmenge.

Beim Export deiner Bilder kannst Du in fast allen Fällen auf eine Bildkomprimierung von ~60% zurückgreifen. Das bietet einen guten Mittelwert aus Bildqualität und Ladegeschwindigkeit. Eine Ausnahme sind hier Webseiten von Fotografen, bei denen die Abwägung zwischen Dateigröße und Bildeindruck differenzierter ist. Wir raten dazu, ggf. eine etwas längere Ladezeit in Kauf zu nehmen, damit deine Fotos wirklich überzeugen können. Unser Tip zur Bildoptimierung per Plugin ist Shortpixel.

 

Aufgeräumtes WordPress – Ordnung muss sein

Aus Sicherheitsgründen ist es generell dringend notwendig, Theme, Plugins und WordPress immer aktuell zu halten. Aber auch der Performance kommt es zu gute, wenn Du nicht mehr genutzte Plugins deaktivierst – oder noch besser, komplett löscht. Wir haben zwar schon Seiten mit 30 Plugins gesehen, die blitzschnell sind, in der Regel ist hier weniger aber mehr. Überlege dir gut, ob du für simple Funktionen wirklich immer ein Plugin installieren musst, oder mit ein paar Zeilen CSS vielleicht zum gleichen Effekt kommst. Performance Killer wie JetPack, Security-Plugins (die oft eine zusätzliche Sicherheit nur vorgaukeln) oder Besucherstatistiken, die auf deinem Webserver lokal laufen, sind nicht empfehlenswert.

JavaScript und CSS optimieren

Nach deinen Fotos und Bildern machen CSS- und JavaScript-Dateien einen Großteil deiner Datenmenge aus. Du solltest diese Dateien optimieren, um deine WordPress Ladezeit weiter zu verringern. Dafür ist es nicht notwendig, erst ein IT-Studium zu absolvieren. An den Code selbst musst Du nur in Ausnahmefällen Hand anlegen. Für eine Optimierung müssen wir drei Bereiche angehen:

Reduzieren

Die Codezeilen in CSS- und JavaScript-Dateien enthalten häufig Leerzeichen oder Kommentare, um sie für Menschen besser lesbar zu machen. Maschinen brauchen diese zusätzlichen Informationen nicht. Weniger Code-Zeilen bedeuten auch eine geringere Dateigröße. Du kannst nicht benötigten Code daher bedenkenlos entfernen. Probiere es doch einmal mit Autoptimize aus.

Zusammenfassen

Viele einzelne Dateien bedeuten, dass dein Browser in der Regel für den Abruf jeder Datei eine eigene Verbindung aufbauen muss. Das sorgt für höhere Ladezeiten. Wenn Du den Pagespeed deiner Seite verringern willst, kannst Du viele der Einzeldateien zusammenfassen, um so die Anzahl der benötigten Requests zum Server zu reduzieren. Dabei hilft Dir z.B. das Tool Fast Velocity Minify. Eine Ausnahme sind hier Server, die bereits HTTP2 nutzen. HTTP2 ermöglicht viele parallele Verbindungen und ermöglicht so auch bei vielen einzelnen Dateien eine hohe Geschwindigkeit. In diesem Fall sollest Du die Dateien nicht zusammenfassen, auch wenn Analyse-Tools dazu raten. Es mag den angezeigten Punktewert erhöhen, wird aber die letztlich ausschlaggebende Ladezeit verschlechtern.

Komprimieren

Du hast deine Dateien reduziert und zusammengefasst? Im letzten Schritt kannst Du sie jetzt komprimieren. So wird die Datenmenge, die übertragen werden muss, beim Versand reduziert. Die Dateien werden dann erst von deinem Browser im Hintergrund wieder entpackt und zusammengesetzt. Oft ist eine Komprimierung bei guten Hostern schon voreingestellt, über WP Rocket kannst Du sie auch manuell aktivieren und nebenbei noch viele weitere Geschwindigkeitsverbesserungen, die wir hier bereits erwähnt haben, problemlos vornehmen.

Für die manuelle Komprimierung mittels GZIP auf Apache-Servern kannst Du folgenden Code in die .htaccess Datei einfügen. Bitte füge ihn erst am Ende der Datei ein und stelle vorher sicher, dass mod_filter auf dem Server aktiv ist und geladen wird.

# Compress HTML, CSS, JavaScript, Text, XML and fonts
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml AddOutputFilterByType DEFLATE application/vnd.msfontobject AddOutputFilterByType DEFLATE application/xfont AddOutputFilterByType DEFLATE application/xfontopentype AddOutputFilterByType DEFLATE application/xfontotf AddOutputFilterByType DEFLATE application/xfonttruetype AddOutputFilterByType DEFLATE application/xfontttf AddOutputFilterByType DEFLATE application/xjavascript AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml AddOutputFilterByType DEFLATE font/opentype AddOutputFilterByType DEFLATE font/otf AddOutputFilterByType DEFLATE font/ttf AddOutputFilterByType DEFLATE image/svg+xml AddOutputFilterByType DEFLATE image/xicon AddOutputFilterByType DEFLATE text/css AddOutputFilterByType DEFLATE text/html AddOutputFilterByType DEFLATE text/javascript AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml

Ob alles funktioniert hat, kannst Du hier testen.

Fazit

Wenn Du die hier genannten Ratschläge befolgst, hast Du bereits einen guten Grundstein für die Optimierung deiner WordPress Seite gelegt. Gerne unterstützen wir dich auch bei der Konfiguration, wenn Du die Maßnahmen nicht selber vornehmen möchtest. Schreib uns einfach eine kurze Nachricht und wir besprechen gerne, wie wir Dir helfen können.
Sören Lindhoff

Sören Lindhoff

Geschäftsführer - SEO Experte

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