Die 4 besten E-Commerce Lösungen im Vergleich

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Auf dem Markt finden sich unzählige Anbieter, die Lösungen für E-Commerce-Shopsysteme anbieten. Doch welcher Anbieter ist der beste und welcher eignet sich am besten für die persönlichen Bedürfnisse? Im Folgenden stellen wir dir vier der führenden Anbieter einmal vor.

Die 4 besten E-Commerce Lösungen im Vergleich

Während das Coronavirus die Welt immer noch fest im Griff hat, wird besonders zu Zeiten des „Lockdowns“ eine Sache für Unternehmen und Betriebe immer wichtiger: den Absatz und Verkauf von Produkten und/oder Dienstleistungen über das Internet und Webshops zu steigern. Spätestens jetzt ist die Einrichtung eines solchen Online Shops essenziell. Heute stellen wir dir vier E-Commerce Lösungen vor, mit denen du deine Produkte online verkaufen kannst. Zu unterscheiden sindvor allem E-Commerce Komplettlösungen, Open Source Shopsysteme, Shopsysteme über WordPress Plug-Ins oder Mietshops.

 
Wichtige Kriterien, die bei einer Entscheidung für eine E-Commerce Lösung berücksichtigt werden sollten:
Preis:

Die Preise zur Einrichtung eines Online Shops können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Hier sollte man nach Unternehmensgröße und Anforderungen entscheiden, welcher Kostenaufwand lohnenswert ist.  Auch die laufenden Kosten und ggf. Provisionen für Verkäufe sollten nicht außer Acht gelassen werden.
User Interface:
Es ist wichtig sich vorher zu überlegen, wie individuell und umfangreich Themes und Templates gestaltet werden können. Wie einfach ist die Navigation für den späteren Kunden? Und wie einfach sind die Gestaltungsmöglichkeiten konzipiert?
Backend Tools:
Bevor man einen Online Shop aufbaut sollte man sich überlegen, welche eigenen Vorstellungen man umsetzen möchte und wie man auf vorgefertigte Themes/Templates zurückgreifen kann. Einige E-Commerce Anbieter lassen kaum Veränderungen am Backend zu. Dabei geht es um den administrativen Teil einer Webseite, der vom Nutzer nicht einsehbar ist.
Skalierbarkeit:
Wächst der Shop mit oder der Umfang der Produktpalette begrenzt? Die Skalierbarkeit ist vor allem für wachsende Unternehmen ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer E-Commerce Lösung.
Marketing Tools:
Können Tools zur Marketing-Analyse auf der Website problemlos eingebaut werden? Welche Tools bieten die Anbieter Dir ab Werk? Um die Performance und Reichweite deines Shops kontinuierlich zu steigern, bist Du auf verlässliche Daten für deine Analysen und Optimierungen angewiesen.
Kundenservice:
Die Frage nach dem Kundensupport ist extrem wichtig. Dafür sollte man sich die Frage stellen, welche (technischen) Probleme man selbst in der Lage ist zu lösen und wo und in welchen Bereiche Hilfe benötigt wird? Welchen Service bietet der Anbieter in fachlicher Unterstützung und Erreichbarkeit? Welche Kosten entstehen gegebenenfalls?

 

WooCommerce

WooCommerce ist ein kostenloses Plug-In für WordPress, mit dem du dir deinen eigenen Online Shop auf der Grundlage des Content Management Systems aufbauen kannst. Mit einem Marktanteil von 28 Prozent ist WooCommerce der Marktführer bei E-Commerce Lösungen weltweit. In Deutschland nutzen in etwa 11 Prozent aller Shop-Betreiber WooComerce (laut einer Trendanalyse von https://trends.builtwith.com/shop). Es existiert also ein WooCommerce Ökosystem mit einer stetig wachsenden Community. Am einfachsten ist die Verwendung von WooCommerce mit einem der Standard-Themes. „Storefront“ wurde von WordPress beispielsweise extra füreine Verwendung mit Online Shop Systemen entwickelt. Deswegen kannst du deine Website mit WooCommerce mit nur wenigen Klicks in einen bunten Online Shop verwandeln. WooCommerce zeichnet sich besonders durch eine hohe Skalierbarkeit aus. Das heißt es wächst gemeinsam mit deinem Shop. Es können sowohl wenige Artikel als auch eine umfangreiche Produktpalette eingestellt werden. Als kleiner Nachteil ist die Ausrichtung auf den amerikanischen Markt anzuführen, es fehlen daher deutsche Rechtstexte wie zum Beispiel AGB oder Datenschutzerklärungen. Mittlerweile können diese aber auch durch Plug-Ins wie German Market oder „WooCommerce Germanized“ leicht ergänzt werden.

 
Vorteile:
  • kostenlos
  • Open Source
  • kann in WordPress als Plug-In eingebunden werden
  • baut auf das Content Management System von WordPress auf
  • das Standard-Theme „Storefront“ wurde extra für eine Verwendung mit WooCommerce entwickelt
  • unbegrenzte Anzahl von Produkten und Aufträgen
  • hohe Skalierbarkeit
  • personalisierbar und benutzerfreundlich
  • leichte Installation auf der eigenen WordPress Seite
  • Anbindungen an Plattformen wie Ebay oder Amazon möglich
  • integriertes Blogsystem
  • über 100 verschiedene Zahlungsgateways möglich
  • Geschenkgutscheine
  • Plug-Ins wie „German Market“ oder „WooCommerce Germanized“ machen den
  • Shop für den deutschen Markt fit.
  • immer weiter wachsendes WooCommerce Ökosystem
  • unzählige kostenpflichtige Erweiterungen und Premium Tools zur Verbesserung der Funktionalität deines Online-Shops
 
Nachteile:
  • erfordert etwas technisches Know-How
  • Rechtstexte sind nicht inklusive, können aber durch die Plug-Ins integriert werden
  • kann nicht unabhängig von WordPress verwendet werden

 

Fazit: WooCommerce eignet sich besonders für kleine und mittelständige Betriebe. Es können aber auch Unternehmen mit großer Produktpalette einen individuellen und benutzerfreundlichen Online Shop erstellen. Außerdem ist WooCommerce grundsätzlich kostenlos. Der Shop kann aber auch mit vielen kostenlosen/kostenpflichtigen Tools und Erweiterungen ausgestattet werden. WooCommerce eignet sich daher auch für contentbasierte Website mit kleinen Shops. Nach dem Baukastenprinzip entsteht ein individuell anpassbarer Online Shop, der selbst verwaltet werden kann.  Es gibt Schnittstellen für praktisch alle Versanddienstleister und Zahlungsanbieter. Auch die Einbindung in Warenwirtschaftssysteme ist oft mit wenig Aufwand möglich.

Shopify

Shopify ist eine All-in-One Lösung zur Einrichtung eines Online Shops. Das kanadische Unternehmen Shopify bietet dafür eine Software an, bei der Hosting und Domain inbegriffen sind. Um Shopify zu nutzen wird eine monatliche Grundgebühr erhoben. Auf der eigenen Website gibt es aber unzählige Features, wie ein integriertes Blogsystem. Außerdem ist es möglich Marketing- und Analysetools einzubinden. Dasselbe gilt für einfache „Apps“ wie zum Beispiel einen Livechat oder SEO-Tools. Als All-in-One Anbieter ist Shopify auch für Cybersecurity verantwortlich und schafft so Rechtssicherheit für Sie. Darunter fallen auch Verschlüsselung oder Sicherheitsupdates. Shopify ermöglicht einen einfachen Einstieg in das Führen eines Shops. Dasselbe gilt für ein persönliches Design, denn Templates können selbst gestaltet werden. Zusätzlich sind viele verschiedene Themes verfügbar, die zum Teil aber sehr kostenaufwendig sind.

 
Vorteile:
  • 14 Tage Testversion
  • benutzerfreundlich
  • einfache Installation
  • keine technischen Vorkenntnisse notwendig
  • viele verschiedene Shop Templates/Plug-Ins
  • unbegrenzte Produktzahl
  • Drag-and-Drop-Shop-Builder
  • Marketingtools
  • viele verschiedene Zahlungsgateways möglich
  • integriertes Blogsystem
  • Rabattcodes
  • Geschenkgutscheine
 
Nachteile:
  • keine kostenlose Version
  • Support nur in englischer Sprache
  • Veränderungen im Backend fast nicht möglich
  • monatliche Grundgebühr
  • erhebt eine Gebühr für jede Transaktion (bis zu 2%)
  • Checkoutprozess wird ausgelagert
 
Preise:
Basic Shopify: 29 $ pro Monat
Shopify 79 $ pro Monat
Advanced Shopify 299 $ pro Monat

Fazit: Das geschlossene System von Shopify eignet sich nicht für umsatzstarke, internationale Shops oder Betreiber, die spezielle Veränderungen im Backend wünschen. Shopify ist vor allem interessant für kleinere Shops, die eine All-in-One Lösung suchen. Anfänger im Bereich des E-Commerce sind eher angesprochen als Betreiber von contentbasierten Websites. Man sollte die monatliche Grundgebühr, sowie die anfallenden Kosten pro Transaktion bei jeder Überlegung aber im Hinterkopf behalten.

Magento

Magento ist eine Software für Online Shop E-Commerce Lösungen, die zu Adobe gehört. Magento hat den Vorteil hat, dass mehrere Shops gleichzeitig verwaltet werden können. Daher ist es nur logisch, dass die Skalierbarkeit ein wichtiger Faktor dieses Anbieters ist. Auf der anderen Seite sollte man wissen, dass die Installation per One-Click ziemlich einfach ist, schwieriger wird es bei der Einrichtung und Anpassung des Shops. Es kann daher nötig sein eine Agentur damit zu beauftragen. Eine abgespeckte Community Edition ist zunächst kostenlos, möchte man ein paar mehr Features nutzen, wird es kostenintensiver. Dasselbe gilt für die Templates und die Marketing Tools. Einige sind kostenfrei, andere müssen hingegen erworben werden. Der Support ist ebenfalls nur in der Enterprise Version inbegriffen.

 
Vorteile:
  • verschiedene Shops können gleichzeitig verwaltet werden
  • zwei verschiedene Versionen verfügbar
  • Open Source oder geschlossene Version
  • kostenloser Download der Software
  • vielzählige Templates/Plug-Ins
  • Anbindungen an Plattformen wie Ebay oder Amazon möglich
  • spezialisierbar und flexibel in der Skalierung
  • anpassbar durch komplexes Dashboard
  • verschiedene Zahlungssysteme inbegriffen
  • integriertes Blogsystem
  • Geschenkgutscheine
 
Nachteile:
  • technisches Know-How und sogar Programmierkenntnisse zur Einrichtung erforderlich
  • Plug-Ins und Themes kostenpflichtig
  • erweiterte Funktionen sind sehr teuer
  • eigenes Hosting muss ebenfalls bezahlt werden
  • Support nur in der Enterprise-Version
 
Preise:
Magento Community Edition: kostenlos
Magento Enterprise Edition: ab 15000 $ im Jahr
 

Fazit: Magento ist in zwei Editionen erhältlich. Die Community-Edition ist kostenlos und richtet sich daher an kleine und mittlere Unternehmen. Viele Funktionen sind nur in der teuren Enterprise Version verfügbar. Daher sollte man sich vorher überlegen, ob diese Features wirklich benötigt werden oder ob ein anderer Anbieter nicht besonders für Anfänger ein besseres Preis- Leistungsverhältnis bietet. Möchte man in die Enterprise Edition investieren, erhält man aber sicherlich ein Rundum-sorglos-Paket.

Shopware

Shopware ist ein Online Shop System, das vor allem im deutschsprachigen Raum zum Einsatz kommt. Es wurde in Deutschland entwickelt und ist als Open Source Version, sowie in einer kommerziellen Version verfügbar. Wie bei vielen anderen Anbietern, ist die Community Edition kostenlos erhältlich. Die kostenpflichtigen Editionen erhalten Erweiterungen und viele weitere Features wie zusätzliche Features wie Storytelling, Digital Publishing oder Zusatzfunktionen im Marketing-Bereich. Dabei ist die Einrichtung des Shops selbst einfach gehalten, auch Veränderungen im Backend sind möglich. Es sind viele verschiedene Templates verfügbar, viele davon allerdings erst ab der Professional Edition. Dazu kommt, dass viele der Premium Plug-Ins sehr kostenintensiv sind.

 
Vorteile:
  • kostenlos in der Starter Edition
  • Testversion steht kostenfrei zur Verfügung
  • in Deutschland entwickelt, aber für den internationalen Markt anpassbar
  • individualisierbar
  • viele verschiedene Templates verfügbar
  • gutes User Interface
  • Veränderungen im Backend möglich
  • integrierte Marketing-Tools
  • Analyse Tools
  • Drag & Drop-Editor
 
Nachteile:
  • kostenpflichtigen Shopware-Edition für viele Funktionen, wie zum Beispiel Support oder Content Management Systeme
  • teilweise sehr teure Premium Plug-Ins
  • externes Hosting notwendig (in der Community Edition)
 
Preise:
Community Edition: kostenlos
Professional Edition ab 199 Euro im Monat
Enterprise Edition auf Anfrage
 

Fazit: Shopware eignet sich für alle Unternehmensgrößen. Vorzugsweise sollten diese auf den deutschen Markt ausgerichtet sein, da viele der Erweiterungen kostenpflichtig sind. Verwendest du Shopware in der Community Edition, bist du selbst für das Hosting verantwortlich. Eine Komplettlösung findest du daher erst ab der Professional Edition.

Das Testergebnis:

Ist man auf der Suche nach einer Lösung für E-Commerce, findet man unzählige Angebote. Welches das Beste ist, hängt stark von den Anforderungen ab, die man als Kunde stellt. Allerdings ist vor allem WooCommerce flexibel anpassbar an nahezu alle Anforderungen. Dazu kommt, dass in etwa 34 Prozent der Websites weltweit auf dem Content Management System WordPress basieren (laut einer Statistik von https://kinsta.com/de/blog/wordpress-statistiken/). Das heißt in vielen Fällen wird keine extra Software benötigt; du kannst deinen Webshop einfach durch das WooCommerce Plug-In in deine bereits bestehende Website einbinden. Demnach ist die Abhängigkeit von WordPress genaugenommen auch kein Nachteil, denn der deutsche Markt für WooCommerce befindet sich noch im Aufbau. Ausschlaggebend ist natürlich der Fakt, dass WooCommerce grundsätzlich kostenlos ist und durch seine Skalierbarkeit und die vielen verschiedenen Features so anpassbar wie kaum eine andere E-Commerce Lösung ist. Neben unzähligen Marketing- und Analyse-Tools, kannman bei WooCommerce sogar auf zahlreiche Anbindungen an Buchhaltungssysteme zurückgreifen. Einige der Premium-Tools sind dabei kostenpflichtig, allerdings unterschieden sich diese Kosten zumeist immer noch deutlich von den monatlichen Gebühren anderer Anbieter. Zumal WooCommerce keine Abgaben pro Transkation erhebt. Mit dem WooCommerce Plug-In hast du also die Chance einen Online Shop zu betreiben, der ganz und gar deinen Vorstellungen entspricht und dein Unternehmen bestmöglich platziert und präsentiert.

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